Sonderaktionen

Gemälde Versteigerung

Handgemaltes Demoplakat

Plakat G-20 deligitimieren

Plakat: G-20 delegitimieren

Letztes Gebot:

7,00 €

19. Oktober 2017
14:24 Uhr

Technik: Acryl auf Wellpappe
Motiv: "G-20 delegitimieren"
Stil: Repressionismus
Maße: 78 cm x 48 cm
(Breite x Höhe)
Künstler:
Hartmut D. Kesselmänn

Beschreibung:
Das Werk ist vom Grundsatz "alle Macht geht dem Volk aus" insperiert.
Das Bild kam bei nahezu jeder Straßenperformance zwischen April und Juli 2017 zum Einsatz und weist entsprechende Gebrauchsspuren auf.

Versteigerungs Modalitäten:
Das Startgebot beträgt 5 €.
Geboten werden kann in 10 Cent Schritten per Mail an
sekretaer [at] pokobi.de
unseren Untersuchungsausschuss: u.a. [at] pokobi.de

Das Höchstgebot wird - sofern nix dazwischen kommt - jeden Tag bei PoKoBis Sonderaktionen bekannt gegeben.

Die Auktion läuft bis zum 6. Dezember 2017, 12:00 Uhr und richtet sich ausschließlich an "Selbstabholer"; das Plakat wird nicht verschickt. Abzuholen in Hamburg-Altona.
Der Erlös kommt, als Spende, dem gemeinnützigern Verein „Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.“ im vollen Umfang zugute.

Die PoKoBi-Spendenaktion soll auf gesellschaftliche-soziale Missstände aufmerksam machen und den Blick auf das richten, was wir uns gefallen lassen.

Datenschutz: Namen und Mailadressen werden bis zum Ende der Aktion gespeichert. Sie werden weder an irgendwen weitergegeben noch sonstwie von dieser Aktion unabhängig genutzt. Wir speichern sie nur, um die Bieter am Ende der Aktion informieren zu können. Sie werden nicht veröffentlicht.

 

 

Hamburg im Oktober 2017

Die Novemberrevolution von 1918 ...

... und das Symbol der geballten Faust – Ende des Kaiserreichs und Ausrufung der Republik

Faust bei Novemberrevolution 1918

Foto1: Alfred Grohs zur Revolution 1918 / 1919 in Berlin Große Frankfurter Straße Ecke Lebuser Straße Barrikade Kampf während der Novemberrevolution in Berlin

Faust bei Novemberrevolution 1918

Foto 2: Optische Nachrichtenübermittlung bei der Marine (um 1915)

Die Republik feiert 2018 den 100. Geburtstag ihrer Novemberrevolution. PoKoBi präsentiert, schon im Vorfeld der historischen Feierlichkeiten, faszinierende Ideen und spannende Erkenntnisse.

2017 – das Jahr der Faust!

Wie unser Untersuchungsaussschuss erst kürzlich herausfand, ging das heute kulturhistorisch bedeutsame Symbol der zum Kampfesgruß geballten, erhobenen Faust aus dem Kieler Matrosenaufstand (1918) hervor. (Foto 1)

Ursprünglich dienten diese Fäuste der Marine im Ersten Weltkrieg als Winkelemente zur optischen Nachrichtenübermittlung zwischen Schiffen. (Foto 2)

Während der Revolutionswirren nutzten die Aufständischen das Winkeralphabet dann auch im Straßenkampf zur nonverbalen Kommunikation. Mit der Entwicklung des Sprechfunks verlor es dann aber rasch an Bedeutung.

Das Symbol der Faust - damals und heute

Als solidarischer Gruß und Symbol des Kampfgeistes hat sich das Symbol der Faust bis heute erhalten.

Unser Experte Dr. Peder Oggermann meint dazu: "Das integrative Potential der Faust mit samt seinem Narrativ, entfaltet einen Mythos über soziale und kulturelle Gräben hinweg, wobei es eine selbstverständlich-fraglose Gestaltung erlangt. Seine Wirkung ist komplexitätsreduzierend; unüberschaubare Zusammenhänge werden mit Hilfe seiner einfachen Wahrnehmungsschemata in geordnete Strukturen gebracht."

Faust bei Novemberrevolution 1918

Foto 3: Aktuelle Proteste 2017

Charakteristisch für die Faust ist, dass das kommunizierte politisch-soziale Geschehen nicht gemäß den empirisch überprüfbaren Tatsachen interpretiert wird, sondern auf seine narrativ, selektive und stereotypisierte Weise. Spielt bei einer Utopie oder Ideologie die Zukunft eine herausragende Rolle, so steht bei der Faust die historische Erinnerung im Mittelpunkt.

Oggermann weiter: "Die Faust könnte aber auch eine komplette Fälschung sein und dennoch ideologiestützend wirken. Im Gegensatz zu Religionen fehlt der Faust der Bezug zu einer transzendenten, jenseitigen Welt."

Unter dem feudal-kapitalistischen Einfluss der letzten Jahre erlebt das revolutionäre Symbol der Faust heute geradezu eine Renaissance. Einzig der Aufbruch lässt auf sich warten …

 

Faust bei Novemberrevolution 1918

Die Faust gestern - 1918
Aufstand der Matrosen in den Straßen Kiels: Die Revolution 1918 gilt als Geburtsstunde der deutschen Demokratie.

Faust bei Maidemo 2015

Die Faust heute - 2015
In Hamburg-Altona werden die alt-ehrwürdigen Fäuste wieder zur Verständigung eingesetzt:
Die Demokratie soll vom Sterbebett geholt werden.

 

Hamburg im März 2017

RFID - Was ist das?

RFID-Chip

RFID bedeutet „radio-frequency identification“. Auf Deutsch „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“. RFID ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen. Er erleichtert damit erheblich die Erfassung und Speicherung von Daten.

RFID-Transponder verfügen mindestens über einen einmal beschreibbaren und oft lesbaren Speicher, der ihre unveränderliche Identität enthält. RFID-Transponder können über einen mehrfach beschreibbaren Speicher verfügen.

Auszüge aus wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/RFID

Dieser Film erklärt kurz und verständlich, was RFID - nicht nur im Personalausweis - bedeutet.

 

Der neue Personalausweis - offizielle Verlautbarung

„Mit dem innovativen Ausweisdokument setzt Deutschland neue Maßstäbe im Identitätsmanagement.“ Zitat: Personalausweisportal

„Im Inneren der Ausweiskarte ist ein berührungslos lesbarer Computerchip untergebracht. Damit werden die neuen elektronischen Funktionen realisiert. Durch die Wahl der modernen Funktechnologie nutzt sich der Ausweis auch bei häufiger Benutzung nicht ab und erfüllt seine Funktion bis zum Ablauf seiner Gültigkeit." Zitat: Personalausweisportal - Die Seite ist leider aus dem Netz genommen.

Offizielle Vorteile:

  • Scheckkartengröße
  • Chip im Innern der Ausweiskarte (RFID)
  • Neue Funktionen für den Einsatz im Internet und an Automaten
  • Mehr Kontrolle über die eigenen Daten
  • Vorbereitet für die elektronische Signatur
  • Mehr Schutz gegen Missbrauch durch digitales Lichtbild und freiwillige Fingerabdrücke

Das Bundesinnenministerium ist auf der European Identity Conference 2010 in München von der renommierten Analystengruppe Kuppinger Cole für den neuen Personalausweis als "Bestes Projekt in der Kategorie E-Government / E-Health" mit dem "European Identity Award" ausgezeichnet worden. Big Boss (at) pokobi dazu: "Auch wir verleihen hin und wieder Preise. Z.B. für die schönste Frisur auf dem Altonaer Balkon ..." Datum: 10.05.2010 – Zitat: Bundesregierung

 

Kosten für den Bürger:

Egal ob Du Dich für oder gegen die Funktionen des Ausweises entscheidest, Du musst 22,80 € (jünger als 24) bzw. 28,80 € (ab 24 Jahre) für ein Dokument bezahlen, das zu haben Pflicht ist.

Kosten für das Aufbringen eines elektronischen Signaturzertifikates:
Festlegung durch jeweiligen Anbieter.

„Zudem wird auf Bitten des Bundesrats auf eine in der Verordnung festgesetzte Befreiung bzw. Ermäßigung bei Bedürftigkeit für Gebühren im Zusammenhang mit der Online-Ausweisfunktion verzichtet.“
Zitat: Personalausweisportal, Gebührentabelle ist ebenfalls dort zu finden. Wurde bei dem offizeillen Ausweisportal gelöscht. Ist aber hier noch zu finden: Rechtslupe

Das halten wir davon:

RFID-Chips werden über Funk ausgelesen. Nach amtlicher Stellungnahme kann er nicht "im Vorbeigehen" ausgelesen werden. Wenn doch, merkt der Besitzer des elektronischen Ausweises von dem Auslesevorgang nichts - egal, ob staatliche Stellen oder Unbefugte auf die Daten zugreifen. Siehe auch: netzwelt.de - leider nicht mehr erreichbar und durch Werbung ersetzt

Die auf den Lesegeräten zum Beispiel für die Polizei aufgespielte Software kann alle Daten des Funkchips auslesen. Umso interessanter ist natürlich die Frage, wie die Bundesregierung sicher stellen will, dass diese Software nur von Behörden angewendet wird und nicht von Übeltätern, die mir meine digitale Funkchip-Identität rauben wollen. Zitat: Deutschlandfunk

In der Vergangenheit konnten mehrere Sicherheitsexperten die Verschlüsselung der RFID-Chips überlisten. Siehe: netzwelt.de - leider durch Werbung ersetzt. Hier dafür ein Artikel von netzpolitik.org

Der Chaos Computer Club beweist, dass die Online-Ausweisfunktion nicht sicher ist: PlusMinus bei Youtube, August 2010

Sicherheit ist grundsätzlich eine Illusion - es gibt sie nicht! Sicher ist, dass nichts sicher ist.

Mehr Kontrolle über eigene Daten

Die Macher des Personalausweises verstehen unter „Kontrolle über die eigenen Daten“, dass der Inhaber wählen kann, ob er Online-Ausweisfunktion und elektronische Signatur nutzt. Auch sollen wir per Mausklick entscheiden können, welche Daten wir bei der Online-Funktion weitergeben wollen.

  • Kannst Du wirklich wählen, bist Du Dir ganz sicher, dass Dein Ausweis nicht funkt?
  • Wer kann ausschließen, dass der RFID-Chip nicht doch über weite Distanzen senden kann?
  • Wer garantiert dafür, dass nur die ausgewählten Daten übermittelt werden?
  • Die Freiwilligkeit kann schnell aufgehoben werden: z.B. wenn Behördengänge nur noch per Online-Ausweisfunktion zugelassen werden. Oder wenn Einkaufen nur noch per Personalausweis funktioniert. Oder die Angst vor Terroristen wieder geschürt wurde. (Nachtrag September 2017: so gerade geschehen: Die Online-Funktion ist nicht mehr freiwillig, sie ist jetzt immer aktiviert. Noch kann bei Erstellung eines neuen Ausweises dagegen widersprochen werden. Dann wird er die Funktion angeblich nicht aktiviert. (siehe: Die Zeit, 25.04.17) UND eingeführt wurde der automatisierter Lichtbildabruf (= biometrischen Daten, wie Fingerabdruck) für die Polizeibehörden des Bundes und der Länder, das Bundesamt für Verfassungsschutz etc. (siehe Gesetzentwurf 22.02.17) Hurra!)
  • Niemand kann seine eigene Karte auslesen um nachzusehen, was dort wirklich alles gespeichert ist.

Fragen, die sich sonst noch stellen

Seit wann muss sich eine Regierung darum kümmern, dass Bürger mit einem amtlichen Dokument in Onlineshops einkaufen oder Zigaretten am Automaten ziehen können?

Welchen Vorteil habe ich davon, wenn biometrische Daten des Personalausweises nur für öffentliche Stellen mit hoheitlichen Berechtigungszertifikaten wie: Polizeivollzugsbehörden, Zollverwaltung, Steuerfahndungsstellen der Länder, Pass-, Personalausweis- und Meldebehörden ausgelesen werden dürfen?

Wie kann ich beweisen, das ein Dritter meine Daten geklaut und missbräuchlich verwendet hat, wenn die elektronische Identifikation doch so unfehlbar ist?

Cui bono - Wem zum Vorteil?

Die eigentliche Frage ist: Wem nützen diese Funktionen wirklich?

Wer hat ein Interesse daran, dass wir jetzt so bequem und sicher im Internet shoppen können?

Wem ist es wichtig, dass Deine Daten auch beim Einkaufen gelesen werden?

Wer hat ein Interesse daran, dass Du überall zu orten bist?

Tipps - Was kann ich tun?

Für längere Funkstille - leider nicht mehr möglich:

Beantrage vor dem 1. November 2010 einen neuen Personalausweis - damit Dein neuer noch ein alter ist. Der neue Personalausweis ist dann 10 Jahre gültig.

Das geht - auch wenn Dein Pass noch nicht abgelaufen ist!
Und kostet 10,50 € wenn nicht abgelaufen, 8,00 € wenn er abgelaufen ist.

Wenn Du das tust, dann mach mit:

Stelle Deinen Antrag in der letzten Oktober-Woche. Wenn es sehr, sehr viele tun, hat es eine Aussage!

Wenn Du den neuen Pass bekommst:

- Stecke ihn in eine Aluminiumhülle (Verhindert das Auslesen mit einem Lesegerät)
- Lasse Deinen Fingerabdruck nicht speichern
- Lasse keine qualifizierte elektrionsiche Signatur speichern
- Widerspreche der Freischaltung der Online-Funktion

Aus einem Interview im Deutschlandfunk (ganz unten)

Schicke uns Deinen Tipp - wir stellen ihn auf diese Website! mail [at] pokobi.de

Tipp von W.B.: Solltest Du geröntgt werden müssen, lasse den Ausweis mitröntgen.

Hamburg im März 2010